Swisscom-Strafe

Swisscom soll 220 Millionen Franken Strafe zahlen

Schweizer Telekom-Anbieter verstösst gegen Kartellrecht
Von dpa / Rita Deutschbein
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Der Telekom-Anbieter Swisscom ist wegen des Verstosses gegen das Kartellrecht zu einer Bussgeldzahlung von 220 Millionen Franken verurteilt worden. Die Wettbewerbskommission (Weko) teilte heute in Bern mit, dass Swisscom für Konkurrenten wie SunriseA, VTX oder Green bis Ende 2007 zu hohe Preise für Vorleistungen für das Breitband-Internet verlangt habe, wodurch diese ihr ADSL-Geschäft nicht profitabel hätten betreiben können. Die Kommission beurteilte die Preispolitik der Swisscom als Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung. Zudem hätten die hohen Vorleistungspreise auch zum hohen Preisniveau in der Schweiz beigetragen. Die Swisscom will gegen diesen Bescheid vorgehen und verweist auf die unsichere Rechtslage. Auch bestreitet das Unternehmen die Aussage, es habe eine marktbeherrschende Stellung. Mit den verschiedenen Kabelnetzen, den neusten Mobilfunknetzen sowie den künftigen Glasfasernetzen herrsche in der Schweiz ein intensiver Infrastruktur-Wettbewerb.

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