Preissenkungen

ComCom verfügt Preissenkungen für Swisscom-Kabelschächte

Die Monopolistin muss ihr Netz zur Verfügung stellen
Von Verena Huth
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Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) verfügte nun erstmalig über den Bitstromzugang der Swisscom. In diesem Zuge senkte die ComCom die von der Swisscom festgesetzten Preise, die Konkurrenten für die Mitnutzung des Kabelnetzes zahlen mussten. In den Jahren 2007 und 2008 hatte die Swisscom für eine Beteiligung an ihrer Kabelkanalisation pro Meter und Kabel knapp 40 Rappen berechnet. Die ComCom reduzierte diesen Preis nun rückwirkend um 50 Prozent.

Seit 2007 liefen bereits drei Verfahren, in deren Verlauf Preise und Zugangsbedingungen für Kabelschächte der Swisscom geprüft wurden. Nun entschied die ComCom, dass aufgrund ihrer marktbeherrschenden Position die Swisscom ihr Kabelnetz zur Mitnutzung für Konkurrenten anbieten müsse, wenn Kapazitäten ausreichend vorhanden seien. Damit richtet sich die ComCom nach der Weisung des Parlamentes, das sich bei der Revision des Fernmeldegesetzes für eine Marktöffnung auf der letzten Meile ausgesprochen hatte.

Keine Verwunderung seitens der Swisscom

Weiterhin prüfte die ComCom die Höhe von Service-Kosten, die von der Swisscom in Zusammenhang mit der Teilhabe an Kabelkanalisationen erhoben wurden. Stundensätze für Machbarkeitsanalysen, Projektierungen und andere Dienstleistungen wurden um 3 bis 8 Prozent gesenkt.

Nicht wirklich überrascht zeigte sich die Swisscom mit Blick auf die Beschlüsse der ComCom. Selbige seien bereits in der Preisberechnung für 2009 berücksichtigt worden. Insofern werde die Verfügung keine schwerwiegenden finanziellen Konsequenzen für die Konzernergebnisse zeitigen. Dessen ungeachtet sollten die neuen Massgaben geprüft werden. Ob die Swisscom allerdings gegen den Beschluss eine Beschwerde einreichen werde, sei noch offen.

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