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WEKO genehmigt Kauf von Sunrise durch CVC

Keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken
Von Susanne Kirchhoff
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Die Wettbewerbskommission (WEKO) hat den geplanten Kauf von Sunrise durch CVC Capital Partners (CVC) geprüft und diesen als unbedenklich befunden. Die vorläufige Prüfung hat keine Anhaltspunkte ergeben, dass der geplante Kauf eine marktbeherrschende Stellung begründet oder verstärkt.

Nach bisherigen Angaben will CVC die bisherige Unternehmensstrategie und den Investitionsplan von Sunrise weiter unterstützen. Dabei gibt es noch keine Anzeichen dafür, zu welchen Veränderungen es möglicherweise in Zukunft bei den Angeboten von Sunrise kommen wird.

WEKO: Wettbewerb durch Übernahme nicht gefährdet

Im schweizerischen Mobilfunkmarkt sind die drei Netzbetreiber Swisscom, Sunrise und Orange die Hauptakteure. Die vorläufige Prüfung der WEKO hat gezeigt, dass der Kauf von Sunrise durch die Investitionsgesellschaft CVC Capital Partners (CVC) keine strukturelle Veränderung der bestehenden Marktverhältnisse bewirkt. Durch den Kauf von Sunrise verbleiben im schweizerischen Mobilfunkmarkt drei grosse Netzanbieter, wodurch eine gewisse Wettbewerbsdynamik bestehen bleibt und der Markt für weitere Innovationen offen ist. Deshalb kommt die WEKO aufgrund der vorläufigen Prüfung zum Schluss, dass der Kauf von Sunrise durch CVC keiner vertieften Prüfung bedarf und der Verkauf von Sunrise wettbewerbsrechtlich unbedenklich ist.

Ursprünglich hatte TDC, der Mutterkonzern von Sunrise, beabsichtigt Sunrise an France Télécom zu verkaufen und mit Orange zu fusionieren. Die WEKO hatte das Zusammenschlussvorhaben am 22. April 2010 aufgrund wettbewerbsrechtlicher Bedenken untersagt.

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