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Swisscom: Verfahren gegen Fastweb lässt Umsätze einbrechen

Coop-Chef Hansueli Loosli wird ab 1. September Swisscom-Chef
Von Rita Deutschbein mit Material von dpa

Swisscom: Verfahren gegen Fastweb lässt Umsätze einbrechen Swisscom gibt aktuelle Zahlen bekannt
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Das Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom hat im vergangenem Geschäftsjahr 2010 leicht gesunkene Umsätze erzielt. Rückstellungen für die italienische Breitbandtochter Fastweb haben den Gewinn der Swisscom geschmälert. Die Erlöse sanken leicht um 0,1 Prozent auf knapp zwölf Milliarden Franken (9,2 Milliarden Euro), teilte die Swisscom heute mit. Währungsbereinigt hat hingegen eine Umsatzsteigerung von 2,1 Prozent resultiert, so das Unternehmen. Insgesamt sei es ein erfolgreiches Jahr gewesen, das vor allem auf die bessere Konsumentenstimmung und auf das Wachstum bei Swisscom TV, im Mobilfunk und bei Bündelangeboten sowie auf die Unternehmensübernahmen von Swisscom IT-Services zurückzuführen ist.

Gewinneinbrüche aufgrund der Steueraffäre von Fastweb

Die Mailänder Breitbandanbieterin Fastweb wurde 2007 von der Swisscom aufgekauft und ist derzeit in Italien in eine Steueraffäre verwickelt. Aufgrund des Mehrwertsteuerverfahrens gegen Fastweb ist im ersten Quartal 2010 ein Rückgang in Höhe von 102 Millionen Franken entstanden. Für das Verfahren habe die Swisscom 70 Millionen Euro zurückgestellt, wodurch der Reingewinn um 7,1 Prozent auf 1,79 Milliarden Franken sank. Swisscom hat die Erwartungen der Analysten verfehlt, die mit einem leichten Umsatzanstieg gerechnet hatten.

Neben der Bekanntgabe der aktuellen Umsatz-Zahlen teilte die Swisscom darüber hinaus mit, dass Hansueli Loosli das Präsidium des Verwaltungsrates per 1. September übernehmen wird. Ursprünglich war der Amtsantritt des Coop-Chefs für April dieses Jahres geplant. Loosli wird den bisherigen VR-Präsidenten Dr. Anton Scherrer ablösen.