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Swisscom Mobilfunk ohne automatische Vertragsverlängerung

Ausserdem Kostenlimit für mobiles Internet im Ausland geplant
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Swisscom beendet automatische VertragsverlängerungenSwisscom beendet automatische Vertragsverlängerungen Die Swisscom will für ihre Mobilfunk-Kunden, die sich für ein festes Abonnement entschieden haben, im Laufe des Jahres die automatische Vertragsverlängerung abschaffen. Das berichtet das Onlineportal Swissinfo. Der Anbieter habe diese Änderung bereits offiziell bestätigt. Einen genauen Termin für die Umstellung gebe es jedoch noch nicht.

Bislang verlängern sich Handy-Verträge automatisch, wenn sie nicht vom Kunden gekündigt werden. Künftig müssen die Kunden dagegen ihre Abonnements aktiv verlängern, wenn sie ihren Vertrag und Tarif über die Mindestlaufzeit hinaus weiter nutzen möchten. Wie die Neuregelung genau umgesetzt wird, ist noch nicht bekannt.

Wie es im Swissinfo-Bericht weiter heisst, rechnen Analysten nur mit geringen Auswirkungen für die Swisscom. Der Ex-Monopolist sei nach wie vor Marktführer unter den schweizerischen Mobilfunk-Netzbetreibern. Mit 5,8 Millionen Kunden liege der Marktanteil bei 62 Prozent. Zudem hätten die Kunden des Unternehmens eine geringe Wechselbereitschaft.

Kosten-Airbag für Daten-Roaming noch im ersten Halbjahr 2011

Noch vor der Hauptreisesaison im Sommer will die Swisscom zudem die Konditionen für die mobile Internet-Nutzung im Ausland verbessern. So plant der Konzern beispielsweise die Einführung eines Kosten-Limits für Daten-Roaming. Dadurch soll den Kunden die Angst vor hohen Rechnungen genommen werden, wenn sie beispielsweise mit dem Handy im Ausland E-Mails abrufen.

In der EU gibt es bereits seit dem vergangenen Jahr ein solches Kosten-Limit, das automatisch von allen Anbietern eingerichtet werden und ggf. von den Kunden aufgehoben werden muss. So dürften im Standard-Roaming-Tarif maximal 50 Euro plus Mehrwertsteuer (umgerechnet rund 65 Franken) für Daten-Roaming anfallen.

Die Telefongesellschaften setzen diese Regelung auf unterschiedliche Art und Weise um. Einige Netzbetreiber drosseln bei Erreichen der Grenze die Übertragungsrate, so dass die Kunden in der Praxis eine Flatrate zur Verfügung haben. Andere Anbieter kappen bei Erreichen des Limits die Datenverbindung und die Kunden müssen den Zugang gegen Extrakosten wieder freischalten.

Sunrise und Orange warten vorerst ab

Die beiden anderen grossen Mobilfunk-Netzbetreiber, Sunrise und Orange, haben nach dem Bericht von Swissinfo derzeit nicht vor, auf den Vorstoss ihres Hauptkonkurrenten zu reagieren. So soll es bei Sunrise und Orange vorerst bei der automatischen Vertragsverlängerung nach Ablauf der Mindestlaufzeit bleiben.

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