DVB-C

upc cablecom hebt Grundverschlüsselung auf und erhöht Preis

Ausserdem: Inkludierter Internetanschluss nun mit bis zu 2 MBit/s
Von Susanne Kirchhoff
Kommentare (4579)
AAA
Teilen

Die TV-Kabel-Anbieterin upc cablecom hebt zum 1. Januar 2013 die Grundverschlüsselung für ihr digitales Fernsehprogramm auf. Dieses ist damit ab dem neuen Jahr für jeden cablecom-Kunden mit einem Empfangsgerät für digitales Kabelfernsehen (DVB-C) verfügbar. Ein Abo für eine Set-Top-Box oder ein Kauf der CI+-SmartCard von cablecom ist dann nicht mehr notwendig. Zudem soll die Geschwindigkeit für den inkludierten Internetanschluss von 300 kBit/s auf bis zu 2 MBit/s steigen. Im Gegenzug erhöht die cablecom aber schrittweise die monatlichen Grundkosten für den Kabelanschluss.

Kabelanschluss wird teurer

Bisher kostet der Kabelanschluss monatlich 27,40 Franken. Wer das kleinste digitale Senderpaket mini mit 55 Sendern (davon bis zu 19 in HD-Qualität) empfangen möchte, benötigt bisher dazu ein Abo für die Set-Top-Box für 4 Franken monatlich oder kann sich die DigiCard für einmalig 99 Franken kaufen, falls er ein CI+-fähiges TV-Gerät besitzt. Ab dem 1. Januar entfallen die Kosten für Set-Top-Box oder SmartCard, dafür steigt für alle Kunden der Preis für den Kabelanschluss zum 1. Januar 2013 um auf 28,40 Franken pro Monat und ab 2014 auf 29,05 Franken. Diese neuen Konditionen wurden laut upc cablecom im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Preisüberwacher Stefan Meierhans festgelegt. Wer eines der umfangreicheren Sender-Pakete von cablecom wie classic oder comfort gebucht hat, benötigt auch in Zukunft die Set-Top-Box oder DigiCard für den Empfang, da diese weiterhin verschlüsselt übertragen werden.

mini-Abo für Bestandskunden läuft weiter

Bestandskunden mit einem mini-Abo stellt die cablecom nicht automatisch auf das neue digitale Grundangebot um. Sie müssen unter Einhaltung der bestehenden Laufzeit ihren Vertrag für das mini-Abo kündigen. Für die Dauer des Abos stellt die cablecom ein erweitertes Senderangebot von 70 Programmen in Aussicht.

Weiterhin gibt upc cablecom an, allen Kunden ohne DVB-C-fähigen Fernseher kostenlos einen Umwandler zur Verfügung zu stellen. Zudem wird das analoge Grundangebot von 36 Sendern weitergeführt, die Kabel-TV-Anbieterin will es aber in absehbarer Zeit reduzieren.

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) begrüsste die Aufhebung der Grundverschlüsselung für das digitale Fernsehen durch upc cablecom. SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder erhofft sich eine Signalwirkung des Entscheids für für andere digitale TV-Angebot: "Auch bei Swisscom, Sunrise und den verbleibenden Kabelnetzbetreiber, die ihren Kunden immer noch eine Box vorschreiben, muss die Grundverschlüsselung fallen."

Teilen