Ultrabreitband

Swisscom will 1,75 Milliarden Franken in Netzausbau investieren

Ausbau von VDSL-Vectoring beginnt Anfang 2014
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Der Schweizer Tele­kommuni­kations­anbie­ter Swisscom will bis Ende dieses Jahres 700 000 Kunden eine Download-Geschwin­digkeit von bis zu einem Gigabit pro Sekunde ermö­glichen. Ende September soll jedoch erst mal ein Pilot­versuch mit 100 Teil­nehmern durch­geführt werden. Voraussetzung, damit Kunden solche Geschwin­digkeiten erreichen können, ist ein Fiber-To-The-Home-Anschluss (FTTH).

Die neue Internet-Box der SwisscomDie neue Internet-Box der Swisscom Die Swisscom will ihr Netz nach und nach VDSL-Vectoring-fähig machen. Der Ausbau soll ab Anfang 2014 beginnen. Die Technik ermöglicht Übertragungsraten von bis zu 100 MBit/s im Downstream sowie bis zu 40 MBit/s beim Upload von Daten. Von dem ausgerüsteten Schaltkasten aus werden die Daten dann per Glasfaser in das Netz des Anbieters eingespeist. Neben dem Ausbau von VDSL-Vectoring will die Swisscom mit dem Ausbau von Fiber-To-The-Street (FTTS) beginnen. Hierbei wird die Glasfaser bis vor die Gebäude verlegt. Parallel zum Ausbau von FTTH und FTTS beginnt der Anbieter mit Tests für den Fiber-To-The-Building-Betrieb, also dem Verlegen von Kabeln bis in die Keller von Gebäuden. Im Gebäude selbst werden dann die vorhandenen Kupfer­leitungen zum Weiter­transport der Daten genutzt.

Laut der Presse­mittei­lung sollen bis 2015 rund 2,3 Millionen Wohnungen von dem Ausbau des Netzes profitieren. Per VDSL-Vectoring werden es 800 000 Haushalte sein, per FTTH eine Million und per FTTS beziehungsweise per FTTB 500 000 Wohnungen. Die letzten beiden Techno­logien werden Über­tragungs­geschwin­digkeiten von bis zu 100 MBit/s im Downstream ermö­glichen. "Wir forcieren den Netzausbau. Bis 2015 sollen mehr als 2,3 Millionen Wohnungen und Geschäfte über einen Ultra­breit­band­anschluss verfügen – und das auch außerhalb der Ballungs­zentren", sagt Urs Schaeppi, CEO ad interim bei Swisscom. Bis 2020 will die Swisscom insgesamt 1,75 Milliarden Franken investieren und so 80 Prozent der Wohnungen und Geschäfte mit schnellem Internet versorgen.

Neue Internet-Box mit WLAN-ac-Untersützung

Damit die Kunden die Geschwindigkeiten auch ausnutzen können, bringt das Unternehmen zudem eine neue Internet-Box auf den Markt. Sie unterstützt den WLAN-ac-Standard und soll so Übertragungsraten von bis zu 1,3 GBit/s ermöglichen. Die Box verfügt dabei über vier Gigabit-Ethernet-Anschlüsse, ein DECT-Modul, zwei herkömmliche Telefonbuchsen sowie einen Einschub für das Glasfasermodul. Außerdem mit an Bord sind ein USB-2.0-Anschluss, zwei USB-3.0-Schnittstellen sowie ein Einschub für SD-Karten. Die letzten beiden Features werden aber erst zu einem nicht näher genannten späteren Zeitpunkt verfügbar sein.

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